Nachfolgend einige Tipps, wie man am besten mulchen und mit welchen Materialien man am besten zu Rande kommt.
Mulchen im Garten hat jede Menge Vorteile. Zum einen wandert die Biomasse nicht unnötig auf dem Kompost oder der Biotonne. Fast alles Material was im Garten anfällt, können wir zum Mulchen verwenden und müssen dieses nicht unnötig im oder außerhalb des Gartens entsorgen. Doch nicht jedes Material ist tatsächlich zum Mulchen geeignet.
Auf keinen Fall sollte verwendet werden, giftiges Pflanzenmaterial wie zum Beispiel die Blätter von Liguster oder Efeu. Außerdem sollte bei Unkräuter sprich unerwünschten Wildkräutern, die gravierende Probleme im Garten bereiten, wie Quecke oder Girsch. Die Wurzeln entfernt werden vor dem Mulchen oder aber das Material entsprechend lange in der Sonne liegen lassen, bis die Wurzeln ab oder ausgezahlt sind was bei der Quelle allerdings so gut wie nicht passiert, denn die ist Zäh und kommt immer wieder durch.
Was genau ist wohl ich eigentlich?
Beim Mulchen werden verschiedene Materialien, die im Garten anfallen, auf dem hohen Boden ausgebreitet und abgedeckt. Etwa Blätter, Rasen, Schnitt, Kräuter oder unproblematische bei Kraut, auch Laub oder Hackschnitzel können jederzeit verwendet werden.
Mit der Zeit zersetzt sich der Mulch und bildet wertvollen Humus. Und fördert somit das Pflanzenwachstum.
Zudem verhindert es ein zu schnelles, austrocknen des Bodens und unnötiges aufkeimen beziehungsweise aufwachsen von bei Kräutern.
Wie lassen sich nun zum Beispiel folgende Materialien am besten verwerten?
- Brennnesseln sind hier der reinste Stickstoffdünger und bestens geeignet für alle Pflanzen, die viel Stickstoff benötigen wie zum Beispiel Tomaten, Zucchini, Kartoffeln oder Kürbisse. Wichtig nur über irdische Stängeln der Brennnessel verwenden, denn auch hier besteht immer wieder die Gefahr, dass sich Wurzeln auch an getrocknete Wurzeln schnell im Garten wieder verbreiten.
- Für große, offene Flächen eignen sich hervorragend Rhabarberblätter oder auch Krautblätter. Diese müssen nicht mal zerkleinert werden einfach auf dem Boden ablegen. Die Mikroorganismen und Würmer erledigen den Rest. Vor allem Rhabarberblätter liefern reichlich Kalium, was die Wasseraufnahme der Pflanzen verbessert. Allerdings sollte gerade bei großen Blättern drauf geachtet werden, dass keine oder nicht zu viele Nacktschnecken sich unter den Blättern ansammeln. Hier entweder Schnecken fallen aufstellen oder in regelmäßigen Abständen die Schnecken absammeln.
- Rasenschnitt eignet sich, da er sehr fein ist hervorragend auch bei Gemüse auf dem Hochbeet oder auf dem Boden beten. Dieser liefert hervorragend Stickstoff, Phosphor und Kalium und ist somit ebenfalls eine hervorragende Nährstoffquelle. Allerdings sollte Rasen Schnitt nicht zu dick verwendet werden da zum einen die Gefahr des Schimmel und faulen besteht und zum zweiten sich hier ebenfalls Nacktschnecken ansiedeln können. Tipp Rasen, Schnitt vor dem Mulchen einen Tag an trocknen lassen.
- Auch Heckenschnitt ist geeignet, zwar grob, aber effektiv. Wie bereits erwähnt, sollten hier keine giftigen Gehölze verwendet werden, wie zum Beispiel Kirschlorbeer. Liguster oder Efeu. Diese können die Mikroorganismen und Kleinstlebewesen schädigen. Kirschlorbeerblätter zum Beispiel enthalten eine große Menge an Blausäure, die sich schwer zersetzt.
- Im Herbst schenkt uns der Garten das meiste Mulchmaterial in der Form vom Laub. Was eignet sich am besten zum Mulchen zwischen Hecken und Sträuchern und unter Bäumen sinnvoll, ist es aber auch irgendwo über den Winter bis spät ins Frühjahr hinein, einen großen Laubhaufen für Igel und Kleinlebewesen anzulegen und erst im kommenden Frühjahr das Laub zum Mulchen verwenden. Achtung, Laub von Walnussbäumen nur mäßig oder gar nicht zum Mulchen verwenden. Dieses enthält ähnlich wie Kastanien einen sehr hohen Anteil an Gerbsäure.
- Feine zarte Beikräuter wie zum Beispiel Löwenzahn, Vogelmeere, Klee und andere Sachen lassen sich gut aus zupfen und ebenfalls einfach zwischen den Stauden zum Mulchen verwenden. Notfalls auch hier die Pflanzen vorher an trocknen lassen, damit die Wurzeln kaputt gehen niemals Fruchtkörper mit zum mündlichen verwenden wie beim Löwenzahn, zum Beispiel den würde man nur unnötig im ganzen Garten verteilen, denn auch noch nicht reife Kapseln. Können Tage nach dem aus zupfen nachreifen und noch Keimen.
- Vor allem im Herbst eignet sich auf allen abgeerntet Gemüse und Blumenbeeten zwischen den Stauden und zwischen den Hecken und Sträuchern auch hervorragend Heu und unbehandeltes Stroh.
- Da wir ja von Oktober bis Ende Februar unsere Bäume und Hecken schneiden dürfen, fällt hier etliches an Reisig, an welches wir natürlich auch Schreddern können, um damit zu Mulchen.
Holzhackschnitzel lassen sich aber auch hervorragend für das ausbreiten auf Erdweg nutzen. Auch das regelmäßige beimischen in den Kompost fördert die Verrottung.
Nicht zum Mulchen sind geeignet:
Sind z. B. Fallobst, starke Wurzelkräuter, giftige Pflanzen, Girsch und Quecke, Küchenabfälle,
Es gibt eine Faustregel, wie dick eine Mulchschicht in etwa sein sollte:
- Bei feine Material, wie zum Beispiel Rasen, Schnitt, circa 3 cm Stärke
- Bei groben Material wie Heckenschnitt oder Hackschnitzel 10-20 cm Stärke
Baumscheiben um die Bäume herum, sollte der Stamm direkt immer etwas frei bleiben, um Pilzbefall und folgendes zu verhindern.
So können wir mit Mulchen sehr nachhaltig und effektiv unseren Garten mit Nährstoffen versorgen und das anderen fallende Grüngut beziehungsweise Schnittgut einfach verwerten.
Text Uwe Steigemann
Bild von Manfred Richter von Pixabay

