Pfingstrosen sind sehr langlebig und wunderschöne, eindrucksvolle Pflanzen, die jedes Jahr zur Pfingstzeit blühen. Es gibt hier eine riesengroße Anzahl von Farben und Blüten. Alleine die Gattung umfasst 32 Arten und jede Art hat noch mal eine Unmenge an Sorten.
Wichtiger Hinweis.
Ameisen an Pfingsrosen müssen sein. Die Animieren durch ihr dasein und das Melken der Läuse die Blütenknospen zum besseren öffnen.
Zum Schutz für unsere Insekten sollte aber immer darauf geachtet werden, dass Pfingstrosen Arten beziehungsweise Sorten genutzt werden, die keine gefüllten Blüten haben. Denn in diese würden unsere Insekten nicht hinein kommen beziehungsweise haben diese oft auch überhaupt gar keinen Nektar und Pollen für unsere Insekten.
Die Pfingstrose zählt als Staude, da im Herbst komplett ihr Laub abtrocknen und die Knospe sich wieder in den Boden zurückzieht. Erst im Frühjahr unmittelbar nach der Schneeschmelze treibt die Pfingstrosen mit meist leuchtenden Trieben wieder aus.
Es gibt allerdings auch Halbsträucher und strauchartiger Pfingstrosen, deren Kraut verholzt.
In Europa zählt die Pfingstrose als Zierpflanze. Ansonsten ist sie fast in allen gemäßigten Zonen der Welt in verschiedenen Varianten als Wildpflanzen zu Hause.
Für die Vermehrung gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.
Zum einen die Teilung einer jeweiligen Pflanze, die Vermehrung über Stecklinge und über Samen.
Jede Methode hat ihre vor und Nachteile und besitzt ihre Besonderheiten.
Die einfachste, schnellste und beste Methode, um eine Pfingstrosen zu vermehren, ist das Teilen eines Stockes. Am besten teilt man den Stock im Boden, entweder mit einem Spaten oder man gelb den Stock aus und teilt den hier mit dem Spaten oder mit einer Axt. Nun kann man die jeweiligen Teile, die alle etwa 15-20 cm Durchmesser haben sollten an geeigneter Stelle im Garten wieder eingraben.
Dabei ist darauf zu achten, dass die Gerätschaften zum Teilen sauber sind und am besten vorher gewaschen beziehungsweise desinfiziert wurden, um zu verhindern, dass Krankheiten über die Wurzeln wie Pilze oder Bakterien eingeschleppt werden.
Ebenso sollte das Werkzeug scharf genug sein, um ein unnötiges Ausfranzen und verletzten der Wurzeln zu vermeiden.
Die beste Zeit dieser Vermehrungmethode ist nach der Blüte. Ein weiterer Vorteil ist, dass man hier beim Teilen immer die gleichen Pflanzen wiederkommt, da ja der Mutterstock einfach nur geteilt wurde.
Strauchpfingstrosen lassen sich entgegen besser über Stecklinge oder Veredelung vermehren.
Das Sammeln der Samen und spätere Aussäen ist natürlich bei allen Arten gleichermaßen möglich. Dies erfordert aber zum einen sehr viel Geduld können und wissen und zum andern besteht hier immer wieder die Gefahr, dass man nie mehr wieder die gleiche Pflanze erhält bei Samen Vermehrung kann es immer wieder passieren, dass die Pflanze zu ihrer Urpflanze zurückkehrt und später anders ausschaut als die, von denen man die Samen entnommen hat.

Die Teilung der Staude ist die einfachste Methode und dient gleichzeitig zur Verjüngung der Mutter Pflanze. Sie wird dadurch kräftiger, sowohl im Kraut als auch in der Blüte.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Teilung das ist der Spätsommer bis in den frühen Herbst hinein. Etwa August bis September. Also nach der Blüte, die Pflanze hat aber noch genügend Zeit, um vor dem Winter wurzeln zu bilden.
Was benötigen wir zur Teilung?
- Einen sauberen scharfen Spaten oder eine Grabgabel
- Ein scharfes, sauberes Messer oder eine Axt
- Eine Vorbereitung vor dem Teilen des neuen Pflanzplatzes, Erde, Wasser und Dünger bereitstellen.
Haben wir dies erledigt?
- Können wir den Mutterstock den wir teilen wollen ausgraben es sollte großzügig geschehen, damit möglichst wenig bis gar keine Wurzeln beschädigt werden.
- Die lockere Erde abschütteln und eventuell etwas mit Wasser abspülen, so dass die Augen sprich Knospen gut sichtbar sind.
- nun sehen wir uns den zu teilen den Mutterstock genau an geht es. Teilstück soll kräftig genug und etwa 3-5 Augen und genügend Wurzeln aufweisen.
- am teilen auf eine saubere, glatte Schnittfläche, achten beschädigte Wurzeln sauber entfernen und abschneiden, auch kranke und abgestorbene Wurzeln entfernen
- nun können wir die Teilstücken in die vorbereiteten Flächen im Garten einsetzen. Die Augen sollten maximal 3-5 cm unter der Erde liegen. Wenn sie zu tief liegen, kann es jahrelang dauern, bis sie blühen oder aber es besteht die Gefahr der Fäulnis.
- wichtig, nun gut angießen und wässern, in der ersten Zeit immer feucht halten.
Folgende Fehler sollten auf jeden Fall vermieden werden, die Teilstücken niemals zu tief einpflanzen, sonst bleibt die Blüte aus sind die Teilstücken. Zu klein, kann es sehr lange dauern, bis die Pfingstrosen sauber und kräftig wächst und blüht. Eine Teilung im Frühjahr ist ein schlechter Zeitpunkt, da sie hier schlecht anwächst, weil sie ja eigentlich schon voll im austrieb ist.
Blüht unsere um gepflanzte Pfingstrosen dennoch nicht im kommenden oder übernächsten Jahr ist das nicht unüblich denn Pfingstrosen brauchen oft sehr lange, bis es sich an den neuen Standort gewöhnen. Eventuell hilft auch eine entsprechende Düngergabe zum Beispiel mit Hornspänen oder Schafwolle.
Die Vermehrung durch Stecklinge.
Diese Methode eignet sich vor allem bei so genannten Strauch Pfingstrosen bei Stauden. Pfingstrosen ist die Stecklingsmethode ungeeignet und meistens erfolglos.
Der beste Zeitraum für Stecklinge ist im Frühsommer im Juni bis Juli wenn die Triebe halb vor Holz sind also weder ganz weich noch vollständig hart.
Zur Vorbereitung benötigen wir eine saubere scharfe Gartenschere. Anzucht, Töpfe, locker, durchlässige Anzucht Erde und eventuell ein Wurzelungpulver.
Nun wählen wir einen geeigneten Trieb der Pflanze aus. Er sollte kräftig gesund und ohne Blütenansatz sein halb verholzte Triebe wurzeln zuverlässiger.
Die Stecklinge sollten 10-15 cm lang sein und knapp über den Blattknoten angesetzt werden.
An dem Stecklinge sollten die Blätter reduziert werden, um die Verdunstung zu verringern. Es dürfen aber niemals alle Blätter entfernt werden. Ansonsten kann der Stängel nicht mehr assimilieren. Die Stecklinge werden nun 3-4 cm tief in feuchter Anzucht Erde gesteckt. Hier sollten nun die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. D.h. die Töpfe sollten entweder in einem Zimmer Gewächshaus oder in einem anderem geeigneten großen Behälter Platz finden. Er die gleichmäßig feucht halten und eine mindestens Zimmertemperatur sollte vorgehalten werden.
Die Stecklinge sollten hell, aber nicht in direkte Sonne platziert werden.
Es ist darauf zu achten, dass die Töpfe niemals Staunässe haben. Regelmäßig gelüftet werden eine gleichmäßige Feuchtigkeit und Schutz vor intensiver und direkter Sonneneinstrahlung haben.
Die Vermehrung von Samen ist die schwierigste und Zeit aufwändigste?
Hierzu müssen wir natürlich nach der Blüte die Früchte voll ausreißen lassen.
Die Reifenkapseln werden nun geöffnet und die Samen noch mal vorsichtig auf ein Tuch gelegt zum endgültigen trocknen.
Pfingstrosen sind Kalt Keimer und benötigen zunächst eine Wärmephase anschließend eine Kälteperiode.
Die Aussage sollte erfolgen in homo lockerer Erde und die Samen 2-3 cm tief einsetzen
Am besten sollten die Töpfe im Freien überwintern, damit die winterliche Kälte beziehungsweise der Frost die Keimung fördert und vorantreibt.
Auf erscheint im 1. Januar eine Wurzel. Erst im zweiten oder dritten Jahr erfolgt ein sichtbarer Auftrieb.
Bis zur ersten Blüte muss man viel Geduld haben, denn das kann 4-6 Jahre dauern.
Egal, welche Vermehrungmethode wir gewählt haben es zählt grundsätzlich immer
Und sonniger bis halb ständiger Standort
Durchlässiger Boden
Keine Staunässe
Geduld Pfingstrosen wachsen langsam, sind aber äußerst langlebig
Nach der Teilung der Mutter Pflanze mit Kompost, Hornspäne oder Schafwolle düngen.
Hat man eine Pfingstrosen zum Teilen ausgegraben, sollte niemals sofort an die gleiche Fläche wieder eine Pfingstrose gesetzt werden. Der Boden ist ausgelaugt. Hier bitte mindestens ein Jahr warten.
Was Pfingstrosen gar nicht mögen, ist ein ständiges, ausgraben und Standortwechsel.
Nun viel Spaß bei eurer Arbeit und der Vermehrung der Pfingstrosen.
Quelle: Gartenjournal
Foto Uwe Steigemann

