Gerade jetzt, in der Winterzeit ist es in vielen Bereichen sehr sinnvoll, die Vögel mit einer Zusatzfütterung zu unterstützen, denn immer weniger finden Sie geeignete Nahrung im Winter.
Wichtig dabei ist eine fachgerechte Fütterung mit entsprechender Futtermischungen für die in der Region vorkommenden Vogelarten. Es nützt nichts, wenn sie Körner oder Fettfutter gefüttert wird für Vogelarten die hier gar nicht vorkommen. Daher am besten einmal genau beobachten, welche Vogelarten vorkommen und dementsprechend dann Futter an geeigneten Stellen anbieten.
Am sinnvollsten ist es daher möglichst naturnahe Gärten anzulegen, mit einer Vielzahl von Wildpflanzen, Kräutern und Stauden und diese über den Winter stehen zu lassen und nicht abzuräumen.
Auch Hecken und Sträucher mit entsprechender Beerennahrung sind nicht nur für die Vögel im Winter gute Nahrung. Auch viele Säuger brauchen Beeren und Nüsse.
Bei der Winterfütterung unserer Gartenvögel sollten wir darauf achten das Futter immer so anzubieten, dass keine Ratten an das Futter gelangen oder angezogen werden.
Gerade bei fertigen Futtermischungen kommt es immer wieder vor, dass verschiedene Vogelarten Einfach das Futter, das sie nicht mögen, aus dem Häuschen werfen oder ganz wirr in dem Futter herum kratzen und dadurch vieles auf dem Boden fällt. Vor allem Mais und Getreide werden in den Winterfuttermischungen kaum bis gar nicht von den Vögeln angenommen. Auch exotiwsche Sämereien werden meist gar nicht angerührt. Es sollte daher Wert drauf gelegt werden, möglichst viele Sämereien in den Mischungen zu haben, wenn möglich mit Samen aus der Region. Geeignete und gute Mischungen bietet der Fachhandel an.
Oder aber man besorgt sich die Samen, Nüsse und Fettfutter einzeln und mischt je nach vorkommender Vogelarten selber.
Bei Fütterung mit Fettfutter sollte darauf geachtet werden, dass die Meisenknödel oder die Fett Pakete möglichst im Gitter angeboten werden mit in etwa 2 m Höhe über dem Boden. Und so weit möglich, weg von anderen Ästen, so dass Ratten nicht oder nur schwer an die Fütterungen gelangen. Ratten und Mäuse sind beste Kletterer und Springer. Es ist kein Problem für eine Ratte vom Boden aus fast 2 m in die Höhe zu springen.
Ratten und Mäuse können im Vogelfutter schnell verschiedene Krankheiten verbreiten, daher immer auf Reinlichkeit achten.
Nie zu viel Futter anbieten, möglichst immer nur eine Tagesration in die Futteranlagen geben.
Die Futterhäuschen am besten auch in eineinhalb bis 2 m Höhe aufbauen und möglichst nicht auf Holzgestellen. Denn daran können die Ratten und Mäuse sehr gut hochklettern. Alternativ können die Beine des Holzgestelles mit Plastikmanschetten (z.b. aufgeschnittene. PET Flaschen) oder Metallmanschetten ummantelt werden. Ansonsten sollten die Vogelhäuschen frei hängend, am besten an einem starken Ast eines Baumes aufgehängt werden.
Ein tägliches Reinigen und in der Früh frisches nachlegen von Futter ist hier auch wichtig. Nur tagsüber füttern und das Restfutter nachts herausnehmen. Ratten sind nachts unterwegs. Niemals Futter am Boden anbieten bei größeren Vogelhäuschen am besten am Boden eine kleine Plane auslegen. Abends die Plane mit dem herunter gefallenen Futter wegräumen. Alternativ kann unter dem Vogelhäuschen auch ein Regenschirm verkehrt rum aufgespannt aufgehangen werden um das Futter, das heraus gekratzt wird aufzufangen.
Nicht vergessen, auch im Winter regelmäßig Wasser den Vögeln anbieten, wenn möglich, auch hier täglich frisch das Wasser darf nicht einfrieren. Hierzu gibt es aber auch die Möglichkeit unter die Wasserschale einen Behälter mit einem Teelicht zu stellen, damit das Wasser nicht einfriert.
In Wohnanlagen oder auf Balkonen kann das füttern von Vögeln auch verboten werden. Das Obliegt hier der Hausverwaltung beziehungsweise dem Hauseigentümer. Eventuell ist dies bereits im Mietvertrag verankert. Grundsätzlich gibt es aber keine gesetzlichen Vorschriften Vögel nicht füttern zu dürfen.
Auf Balkonen sollte man hier auch tunlichst darauf achten, dass möglichst keine Saaten oder Vogel Dreck auf die Terrassen oder Balkone der Nachbarn gelangen. Das führt nur unnötig zu Ärger.
Sollten dennoch einmal Ratten gesichtet werden, sind diese in der gesamten Bundesrepublik beim Ordnungsamt und Gesundheitsamt schnellstmöglichst meldepflichtig.
Tips zu Vogelfütterung im Winter
Quelle kraut und Rüben:
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