Ein gut geschnittene Obstbaum ist die halbe Miete ist der Obstbaum richtig geschnitten blüht er besser und der Ertrag ist somit auch entsprechend besser. Allerdings muss man damit rechnen, dass nicht jedes Jahr gleichmäßig in der Blüte und der Frucht ist.
Wann ist der richtige Schnittzeitpunkt?
Das kann tatsächlich von Baumart zu Baumart variieren. Grundsätzlich gilt, je früher im Winter beziehungsweise Herbst sie die Obstbäume schneiden, desto stärker treibt der Baum im Frühjahr wieder aus. Da ein schwächeres Wachstum für die Blüten günstig ist, sollten Sie vor allem mit dem Rückschnitt stark wachsender Apfel, Birnen und Quitten Bäume bis zum Spätwinter warten. Bei Steinobst ist ein Sommerschnitt gleich nach der Ernte zu empfehlen, da es für Holzkrankheiten anfälliger ist als Kernobst. nur Pfirsiche werden im Frühjahr beim Auftrieb geschnitten. Pflaumen sollte man nur im Notfall schneiden, da diese so genannte Selbstputzer sind.
Früher gab es die Meinung, das schneiden bei Frost den Obstbäumen schaden. Mittlerweile weiß man, dass dieses Ammenmärchen nicht richtig ist, denn bei Temperaturen bis -5 °C ist ein Obstbaumschnitt kein Problem und die Schnittstellen frieren nicht zurück.
Bei stärkerem Frost sollte man aufpassen, dass die Triebe nicht einreisen oder brechen, da das Holz sehr spröde werden kann.
Welches Werkzeug benötigt man zur Baumpflege?
Hier bietet der Handel ein großes Angebot an Sägen und Scheren zur Pflege an.
Wichtig ist, das Werkzeug muss sauber und scharf sein.
Ob hier nun eine Kappsäge mit ziehenden oder mit drückenden Sägeschnitt verwendet wird, mit nach außen gedrückten Sägezähnen oder Innen liegenden Sägezähnen ist vollkommen egal. Ob eine Bügelsäge auf Zug oder Druck oder eine scharfe kleine Motorsäge für dickere Äste und Stämme für jeden Zweck gibt es geeignetes Werkzeug.
Je handlicher die Säge, umso besser kommt man im Gewirr der Krone des Baumes mit dem Werkzeug zurecht. Wer nicht in den Baum hinein klettern kann oder möchte für die gibt es natürlich auch hervorragende Sägen mit Teleskopstangen, die man vom Boden aus sehr gut benutzen kann.
Bei kleineren Ästen und Trieben macht es Sinn, eine gute Hand- oder Astschere zu verwenden.
Hier werden hauptsächlich zwei Typen angeboten zum einen die so genannte Ambossschere. D.h. das Schneideblatt drückt auf einen Amboss also auf eine feste Unterlage. Hier besteht manchmal die Gefahr, dass sensible Zweige zu stark gequetscht werden und möglicherweise Pilze eintreten können. Ambossscheren eignen sich am ehesten für dicke Zweige und vor allem für dürres, abgestorbenes Astwerk.
Die zweite Variante ist die so genannte Bypass Schere, die meistens verwendet wird. Hier kleidet die Schneide wie bei einer Schere an einem Gegenschneide aus Metall vorbei und schneidet so sauber ohne Quetschung die Triebe und Äste ab.
Äste in Kopfhöhe, an denen man bei Gartenarbeiten sich stoßen kann oder hängen bleiben kann, sollte man entfernen. Ansonsten ist ein normaler Erhaltungsschnitt die übliche Variante, um die Fruchtbarkeit und Fruchtqualität des Baumes zu fördern und zu erhalten.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass alles so genannten Wasserschösslinge und alles Astwerk, was nach unten wächst entfernt werden soll. Ebenso sich reibende, oder über kreuzende Äste.
Es sollte auf jeden Fall eine zu gerechte Baumkrone vermieden werden ein kleiner Trick mir wurde bei einem Schnittkurs geleert, das nach dem schneiden eines Baumes man ohne Probleme einen Hut durch die Krone werfen kann.
Beim Schnitt des Obstbaums ist auf die so genannte Pyramidenkrone zu achten. Dann ist die so genannte Saftwaage in den meisten fällen ausgeglichen, siehe auch weiterführende Links unten.
Steile Triebe am Baum tragen nicht und sind nur für die Stabilität des Baumes notwendig. Nur an waagerechten Ästen bilden sich Blütentriebe und somit eben auch Früchte. Durch das herunterbinden mit Gewichten kann man zu steil auf wachsende Äste aber in der waagerechten halten. Hier ist Vorsicht zu walten, damit die Gewichte beziehungsweise die Befestigungen der Gewichte nicht ins Holz ein wachsen.
Das schneiden von Säulenobst ist relativ einfach und überschaubar. Da Säulenobst Fruchtholz direkt am Stamm bildet. Alle längeren Seitentriebe sollten schon im Frühsommer am Stamm zurückgeschnitten werden. Die Spitze des Mitteltriebes sollte frühestens nach acht Jahren über einen kleinen Seitentrieb gekappt werden. Im Sommer muss man dann bis auf den neuen Mitteltrieb alle Austriebe entfernen.
Abgeschnittene Wasserschösslinge treiben regelmäßig durch die schlafenden Augen wieder aus.
Es ist daher sinnvoll, die Wasserschösslinge möglichst noch im kleinen Zustand vorsichtig abzureißen und die schlafenden Augen mitzunehmen.





weitere Infos:
mein schöner Garten
Fotos: Uwe Steigemann und Pixabay ohne Autorenangabe

