Warum keimen meine Samen nicht?
Meine Samen Keimen nicht auf dafür gibt es verschiedene Ursachen und Gründe und auch Tipps, wie man es besser machen kann.
Mit der Ausfahrt von Blumen, Gemüse und Kräutern freuen wir uns auf ein reichhaltiges Angebot in unserem Garten doch manchmal Keimen die Samen einfach nicht auf. Das ist ärgerlich, hat aber meist einfache Gründe, ob falsche Bedienung, schlechtes Saatgut, unpassende Erde und vieles andere mehr.
Punkt eins die Temperaturen passen nicht. Je nach Samenart benötigen wir unterschiedliche Keimtemperaturen. Diese stehen meist auf der Verpackung oder sind im Internet nachzulesen. Ist es zu kalt gehen die Samen kaum oder gar nicht auf und ruhen. Noch ist es zu warm können die Keimlinge zu schnell aufgehen und sofort aber auch wieder wegen Instabilität umfallen. Daher ist eine optimale Keimtemperatur, je nach Kräutergemüse oder Blumen hart von Wichtigkeit. Tomaten zum Beispiel benötigen eine Keimtemperatur von 20-25°. Oft hilft bei der Aussaat ein kleines Zimmergewächshaus. Diese gibt es für billiges Geld im Baumarkt, in der Gärtnerei oder im Discounter zu kaufen. Man kann die aber auch recht einfach selbst machen.
Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Feuchtigkeit. Oftmals wird die Erde entweder viel zu nass gehalten und die Samen verfaulen oder ersticken im Wasser, oder aber das Gegenteil, die Aussicht wird einfach zu trocken gehalten und kann ganz einfach nicht aufkeimen, denn die die Samen müssen sich erst einmal mit Feuchtigkeit voll saugen, um überhaupt auf zu Keimen. Oftmals ist es sinnvoll, vor allem harte Samen, etwas anzuschauen und ein oder zwei Tage vorher in Wasser einzulegen. Dann kämen diese besser.
Viele Samen sind auch einfach viel zu alt und haben überhaupt keine Keimfähigkeit mehr. Auf gekauften Packungen steht das Haltbarkeitsdatum auf der Verpackung. Und nach diesem Datum kann es ohne weiteres passieren, dass die Samen einfach nicht mehr aufkeimen denn nicht alle Samen haben eine unbegrenzte Lebensdauer. Wurden die Samen zum Beispiel zu warm und zu trocken gelagert oder zu feucht und zu hell? Kann es ohne weiteres sein, dass die Keimfähigkeit verloren gegangen ist. Eine optimale Lagerung von Pflanzen ist in eine Papiertüte in einem kalten und dunklen Raum mit gleich bleibender Temperatur ohne große Luftfeuchtigkeit Gemüsesamen wie Bohnen Erbsen oder auch Kresse halten allgemein üblich 2-4 Jahre, Pastinaken und Schnittlauch zum Beispiel selten über zwei Jahre andere Samen, meist von Wildpflanzen halten sich 10,15 oder sogar 20 und noch mehr Jahre. Am besten ist es, wenn man vor der großen Aussaat mit ein zwei Körnern eine Keimprobe macht also Saatgut nie zu lange aufheben und lieber von Samenfesten Sorten immer wieder frisches Saatgut verwenden. Samen möglichst nie im Plastikfolie oder Tüten aufbewahren. Da können diese schwitzen. Am besten sind tatsächlich luftdurchlässige Behälter wie Papiertüten. Diese sollten allerdings dann Insekten frei gelagert werden, um zu verhindern, dass Chad Insekten wie zum Beispiel Motten oder Kupferkäfer an die Sämereien gelangen. Auch Mäuse und Vögel mögen gerne Sämereien. Auch vor diesen Tieren sollten die Samen geschützt werden.
Ein weiterer Grund ist das ausbringen des Samen. Entweder es sind Licht oder Dunkelkeimer und da muss man genau aufpassen wird ein Dunkelkeimer an der Oberfläche oder unmittelbar an der Oberfläche angesehen, wird er nicht Keimen umgekehrt genauso Lichtkeimer zum Beispiel dürfen kaum in den Boden eingebracht werden. Gerade Lichtkeime benötigen sehr viel Licht und oft reicht es noch nicht einmal aus direkt die Ausfahrt ans Fenster zu stellen. Hier sollte man ein Gewächshaus nutzen falls vorhanden oder im Notfall spezielle Pflanzenbeleuchtungen nutzen. Ob die Samen dunkel oder Lichtkammer sind, steht ebenfalls immer auf der Verpackung oder notfalls ebenfalls im Internet auf einschlägigen Gartenseiten nachlesen.
Auch die Wahl der Erde bei der Anzucht spielt eine große Rolle. Die so genannte Anzucht Erde kann man aber selbst mischen zum Beispiel mit feinem Renten Humus Holzfasern oder Cocos Fasern, Sand und gesiebten alten Kompost. So genannte Anzucht Erde sollte keinen Torf und vor allem wenig bis gar keine Nährstoffe enthalten. Ein zu hoher Nährstoffanteil lässt beim aufkeimen der Samen die Wurzel der Keimlinge oft verbrennen.
Und zu guter letzt gibt es auch noch Samen die benötigen einen Frostschock um zu Keimen. Das kann man auch gut selbst erreichen, indem man die Samen einfach ein paar Tage in einer Tüte in die Gefriertruhe legt.
Text Quelle: Kraut und Rüben
So stellen wir selber Anzuchterden her.
Foto: Uwe Steigemann