Wir bauen ein Hochbeet

Anlage und Unterhaltung

Zuerst sollten wir uns entscheiden welche Form und aus welchem Material wir das Hochbeet bauen.

Am Sinnvollsten ist eine erträgliche Arbeitshöhe ohne sich unnötig Bücken oder auf einen Tritt steigen zu müssen.

Bei der Form macht es sinn das Beet so zu gestalten, das man an alle Pflanzbereiche mühelos hingelangen kann. 

Egal für welche Form oder Material bei Bau wir uns entscheiden ist folgendes zu Beachten:

  • Eine möglichst eben Fläche finden. Hanglangen oder Felsuntergrund sind ungeeignet.
  • Der Untergrund sollte immer natürlich sein. Also nicht versiegelt. Die Kleinstlebewesen, Würmer und Microorganismen sollten Kontakt zum Mutterboden haben.
  • Zum Schutz gegen Wühlmäuse, Maulwürfe, Ratten und Mäuse am Boden ein möglichst dichtes (1×1 oder 1,5 x 1,5 cm Drahtgeflecht ausbreiten und gut verankern.
  • Die Bauweise sollte möglichst so gestaltet sein, das die Wände senkrecht stehen. Nicht nach Innen oder Aussen zeigend. Be(Z.B. Holzpaletten, Flechtzaun, Ziegelsteine, Dachziegel, Bruchsteine, Brettergerüst oder ähnliches.
  • Die Innenwände bei der Gestaltung am Besten mit einer Wetterfesten Folie z. B. Teichfolie gestalten, damit der Boden nicht durch eventuell Ritze verloren geht.
  • Zum Schutz vor Schnecken den oberen Rand des Hochbeetes am Besten mit einer nach aussen überhängenden Konstruktion versehen. Die4se am Besten mit Blech oder Folie versehen. Am Besten sind hier Anlagen an der man die Obere Kante dann auch mal als Ablage nutzen kann.

Ist der Bau abgeschlossen, können wir uns an den Aufbau wagen.

  • Wir beginnen hier mit einer groben Schicht Zweigen und Schnittgut von Bäumen und Sträuchern. 
  • Dann eine Schicht Grasschnitt, Laub, Mist oder Hackschnitzel.
  • Weiter geht es mit einer Schicht normaler Gartenerde.
  • Grober Kompost feine Garten und Küchenabfälle (keine Knochen Fischgräten oder Fleischreste.
  • Mutterboden, feiner Kompost, oder Torffreie Blumenerde

Im Prinzip gilt – je nach Pflanzung – was habe ich damit vor!

Es gibt aber die unterschiedlichsten Erden, was ist sinnvoll?

Also was soll auf unserem Hochbeet wachsen?

Pflanzerde: humusreich, für Gemüse geeignet

selbstgemacht:

  • 1 Teil lehmhaltige Gartenerde
  • 1 Teil Komposterde
  • 1 Teil Sand und oder Holzkohlenasche

oder als fertiges Substrat.

Anzuchterde: nährstoffarm, steril, für Sämereien und Pflanzen aus 

trockenen Gebieten

Aussaaterde: nährstoffarm, für Keim- und Stecklinge

Blumenerde: hohe , mineralische Nährstoffdichte + Stickstoff +

Salze, für Blumen.

Für Hochbeete nur bedingt geeignet, da Schädlinge

(Trauermücken-Larven und Wurzelmilben)

enthalten sein können. Schimmelneigung! Es kann

keine Giftfreiheit garantiert werden!

Humuserde: „wird es nach einiger Zeit von selbst“, durch die

Durchmischung mit Ihrer Erde + Kompost +

Zusätze in Ihrem Hochbeet.

Weiter Infos zum Aufbau findet ihr hier.

Das Hochbeet hat durch seine natürliche Wärmeentwicklung den enormen Vorteil, dass erstens schon früh mit dem Kultivieren von Pflanzen begonnen werden kann. Zudem lässt es sich mit einem durchdachten Pflanzplan (Mischkulturen) über die ganze Gartensaison sehr effizient und ertragreich damit gärtnern. Hier ein paar Beispiele zur Bepflanzung.

Im März und April können dann Frühlingszwiebeln, Zwiebeln, Lauch und Co. dazu.

An Mai kommen dann vorgezogene Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika, Peperoni usw. ins Beet.

In den sowieso warmen Sommermonaten ab Juni gedeihen Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi und Mähren sehr gut.

Von August an pflanzen wir Grünkohl, Endivien, Radicchio und andere Herbstsalate.

Ab September/Oktober sollte nachts wieder ein Schutzvlies zum Einsatz kommen oder zumindest Parat liegen. Es kann aber auch weiter fleißig Rucola, Sellerie, Sprossenbrokkoli, Petersilie und anderes frostunempfindliches Gemüse gepflanzt zu werden.

Über die intensiven Wintermonate (Dezember bis Februar) sollte dann abgeerntet und das Beet mit einer Plane oder Teichfolie abgedeckt werden, damit der Schnee und der Regen nicht die Nährstoffe aus der Erde schwemmt. Hier lohnt es sich auch wieder Nährstoffe ein die oberen Schicht durch Hornspäne oder Schafwollpellets oder ähnlichem einzubringen.

Über die Monate sinkt die Füllung im Hochbeet ab. Deshalb sollte alljährlich im Frühjahr der Verlust ausgeglichen werden. d.h. Erdschicht aufdecken und mit Rohkompost unterlegen und keine neue Erde drauffüllen.

Durch das Unterlegen des Kompostes kommt die Verrottung erneut in Gang und steigert die Temperatur im Beet um ca. 5 Grad.

Nach ca. 5-7 Jahren ist der Rotteprozess abgeschlossen und das Hochbeet sollte neu aufgebaut werden.

weitere Infos zum Thema Hochbeet gibt es hier.

Ein Beispiel für ein Hochbeet

Text: Franz Mock/ Uwe Steigemann

Fotos: Uwe Steigemann

Weiter Beispiel von Hochbeeten.

Fotos Netzfunde

Uwe Steigemann

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