Mais

Gemüse des Jahres  2022

Der Mais (Zea mais)

Der Mais gehört zu den Süßgräsern und ist eines der ältesten Getreidearten. Zucker oder auch Süßmais wird in Deutschland wenig angebaut.

Mais ist einjährig und ist einhäusig, das heißt er hat männliche und weibliche Blüten an einem Stengel. Die männlichen Blüten befinden sich am Ende der rispigen Blütenstände und die weiblichen in den Blattachseln des unteren bis mittleren Bereiches.

Die Maisgriffel sind giftig. Hier handelt es sich um eine noch unbekanntes Alkoloid.

Das Zentrum der Maiskultur befindet sich in Zentralmexiko. Gezüchtet wurde der Mais aus dem Wildgras Teosinte.

Als Nahrungsmittel ist Mais sehr vielfältig verwendbar. Sowohl die ganzen Kolben als auch die einzelnen Körner werden zu unzählig verschiedenen Speisen verarbeitet. Aber auch das Mehl ist weit verbreitet. Am bekanntesten sind wohl Popkorn, Maischips und Frühstücksflocken.

Im Garten ist Mais eine schöne schnellwachsende einjährige Pflanze. Verwendbar als Sichtschutz oder auch als Kletterhilfe für Erbsen, Bohnen oder andere Kletterpflanzen. Als Insektenpflanze ist sie nicht geeignet. Die Höhe des Mais richtet sich nach den Bodenverhältnissen und kann bis zu 3 Meter betragen. 

Aber auch als Heilmittel in der Form von Maiskeim-Öl ist es beliebt. Son sind beispielsweise sind wertvolle Clyceride und Linolsäuren, sowie Ölsäuren, Palmitinsäuren und Vitamin E enthalten.

In der Energieverwertung wird der Mais (nicht Speisemais) als nachwachsender Rohstoff für Biogasanlagen ansonsten als Vieh- und Vogelfutter verwendet. 

Eine auch für den Menschen sehr gefährliche Maiskrankheit ist der Maisbeulenbrand. Das sind sehr unförmige Pilzwucherungen an den einzelnen Körnern am Kolben. 


Interessant sind auch die verschiedenen Kernformen: 

Maisfeld – Foto: raoulkimba

Kornformen

(Auszug aus Wikipedia)

Maiskolben in Osttimor

Zea mays ‚Ottofile giallo Tortonese‘

Mais wird teilweise über die Form, die Zusammensetzung und die Verwendung der Maiskörner definiert. Die Form des Korns wird durch das Nährstoffgewebe bestimmt. Folgende Klassifizierung ist üblich (engl. Bezeichnungen in Klammern):[56]

  1. Hartmais (englisch flint = Kiesel, Feuerstein, flach, rund). Die reifen Körner sind rund, weil sich hier stärkereiches Nährgewebe befindet, darum herum aber hornartiges. Hartmais ist die in den USA am meisten angebaute Form des Maises.
  2. Zahnmais (dent). Die reifen Körner sind in der Mitte eingesunken, weil die Eiweißschicht (auch Hornendosperm genannt) rings um das Korn verläuft. Die meisten Sorten im europäischen Anbau sind Zahnmais/Hartmaismischtypen.
  3. Puffmais (popcorn). Das gesamte Nährgewebe ist hornartig. Durch Erhitzen platzen die Körner.
  4. Zuckermais (sweet corn). Da Zuckermaisarten ein Gen fehlt, wandelt sich bei der Reife der Zucker nicht in Stärke um. Die Körner schrumpfen entsprechend bei der Reife. Zuckermais wird gewöhnlich vor Abschluss des Reifeprozesses geerntet und gegessen. Es gibt zahlreiche spezielle farbliche Varietäten wie Blue Corn und Purple Corn.
  5. Stärkemais (flour corn). Die Körner haben kein Hornendosperm (Eiweißschicht), sondern nur ein weiches und stärkehaltiges Nährgewebe und lassen sich daher besser als andere Maisgruppen zu Mehl mahlen. Körner und Kolben dieser Maisform finden sich unter anderem in den Gräbern der Inkas und Azteken.
  6. Wachsmais (waxy corn). Die Körner sehen wachsartig aus, weil sie einen Überzug aus Amylopektin haben.
  7. Spelzmais (pod corn). Die Maisform hat heute keine landwirtschaftliche Bedeutung mehr. Da jedes Korn von Spelzen umgeben ist, ist die Verarbeitung eingeschränkt.

Alternativ können Maissorten nach ihrem Alter gruppiert werden.

Bild von Cornell Frühauf auf Pixabay

In Amerika wird als Speisemais auch vermehrt bunter Mais angepflanzt siehe bunte Samen auf der Samenbestimmungsseite.

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