Wie machen wir den Garten Wetterfest für Sturm, Hagel, Starkregen und Gewitter?

Mit dem zunehmendem Klimawandel müssen wir auch immer öfter mit starken Wetterkapriolen rechnen. Wenn da unsere Garten und alles was dazu gehört nicht entsprechend vorbereitet wurde, kann das große Schäden und Kosten verursachen.

Zwar haben wir heut zu Tage eine recht gute Wettervorhersage.Dennoch können Witterungseinflüsse sehr plötzlich und unerwartet und vor allem Partiell auftreten. 

Daher ist es wichtig in unseren Gärten also die Pflanzen und Gerätschaften aber auch das Haus gut vorbereitet geschützt zu haben.

Verletzte Pflanzen können sich oft wieder erholen, aber sie können auch sehr geschwächt werden und als Folge Pilzkrankheiten, Krüppelwuchs oder Schadinsekten bekommen. 

Wind und Sturm:

Unsere größeren Sommerblumen und Stauden binden wir am besten an Stäbe und Pflöcke an um zu verhindern, das die Pflanzen abbrechen. Auch junge Sträucher und Bäume schützen wir durch das Anbinden mit Pfählen. 

Größere Bäume und Sträucher können wir meist nicht schützen. Sträucher sind aber meist sehr flexibel und beugen sich dem Wind. Bei Bäumen können wir höchsten ausladende oder mit Früchten behangene Äste mit Stangen stützen und befestigen. Eventuell auch kurzfristig mit Seilen sichern. 

Sollten tatsächlich mal Äste oder Zweige abgebrochen sein, werden diese sauber mit einem glatten Schnitt an der nächsten Blattachse oder direkt am Stamm abgeschnitten. Gerne auch Aststumpen stehen lassen. Wenn die am Stamm absterben ist das wertvolles Todholz und ein gesunder Baum verträgt das ohne Schäden. Je nach Größe die Wunde mit Wundwachs oder feuchtem Lehm verschließen. Dadurch verhindern wir das eindringen von Pilzen und Austrocknen der Stellen. 

Sind kleinere Äste oder Zweige nur angebrochen kann man diese wieder zurückbiegen und gut zusammenkleben (wie bei der Veredelung) in den meisten Fällen wachsen die dann gut wieder zusammen. Abgeschnittene Äste legen wir ab besten auf einen Todholzhaufen, so gestalten wir noch Lebensraum für viele Insekten. 

Hagelschutz:

Hier bleibt uns nichts anderes übrig als die zu schützen Pflanzen kurzfristig mit alten Decken Frostschutzfiles oder das Hochbeet bzw. Frühbeetkästen mit Platten oder ähnlichem abzudecken.

Bitte aber gut gegen wegfliegen sichern. Also festbinden mit Steinen beschweren ein Seil drüber binden oder mit Erdnägeln (Heringen) im Boden verankern. Hier sollten in erster Line natürlich mal die Beerensträucher, Gemüse, Aussaat Rhabarber und wichtige und schöne Beetpflanzen geschützt werden. Bäume und Sträucher die Schäden an den Blättern bekommen haben treiben zu Johanni immer noch mal wieder frisch aus. 

Foto: Hagelschutz Netzfund

Gartenmöbel Kinderspielsachen 

und andere Gegenstände wegräumen und nichts frei liegen lassen. Auch an das Trampolin und Planschbecken denken. Beides gut verankern und festmachen. Hier können teils große Schäden entstehen wenn das davon fliegt. 

Tiere:

Denkt auch an eure Tiere die ihr im Stall im Freien habt auch die sollten ihr entsprechend gegen Wind und Regen schützen. Hunde und Katzen ins Haus holen und sich mit den Tieren beschäftigen. Grad bei Gewitter haben die sehr oft Angst.

Töpfe, Kästen, Schalen:

Entweder Wettersicher unterstellen im Haus Garage oder Wintergarten bzw. Gewächshaus oder Schuppen. Wenn das nicht geht gut abdecken und gegen Sturz oder wegfliegen sichern. Balkonkästen können auch schwere Schäden an den unteren Wohnungen oder Autos anrichten. Hohe Pflanzen in Töpfen oder Schalen kann man auch einfach mal hinlegen um zu verhindern, das die Abbrechen oder aus gewurzelt werden. Auf dem Balkon oder Terrasse kann man die Behälter oft auch gut irgendwo festbinden.

Gewächshaus:

Alle Türen und Fenster gut schließen und notfalls sogar mit Schutzplatten oder Decken vor Glasbruch schützen. Kein Werkzeug in der Nähe stehen lassen das auf die Glasflächen fallen kann.#

Auch Frühbeetfenster abdecken mit Folie oder Decken.

Regen:

Alle Fenster und Türen schließen und im Vorfeld alle Kanaldeckel und Abflüsse um das Haus und Terrasse usw. sauber und frei machen, damit das Wasser schnell ablaufen kann. Türen oder Bereiche in die das Wasser dennoch laufen könnte mit Folie oder Sandsäcken abdichten. 

HINWEIS! Gebrauchte Sandsäcke die mal mit Hochwasser oder Abwasser in Verbindung gekommen sind, nicht wieder Trocken und nochmal verwenden. Die müssen aus gesundheitlichen Gründen zum Sondermüll. (Es können auch im trockenen Sand Pilze, Bakterien und andere Krankheiten versteckt sein). Neue Säcke gibt’s beim Bauhof oder der Feuerwehr.

Nun drückt euch selber die Daumen, das die Schäden so gering wie nur möglich bleiben. Und helft am Besten zusammen wenn es ums Aufräumen und Reinigen geht. 

Text und Fotos Uwe Steigemann

Uwe Steigemann

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